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Monat für Monat muss ich mich im Kiosk fast schämend in die “Frauenmagazine”-Abteilung schleichen (wahrscheinlich würde ich beim Kauf von Pornoheftchen weniger schräg angeschaut), um mir das neueste NEON zu krallen. Eine Kategorisierung, die ich jetzt beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. Nur weil in der ersten Ausgabe (oder so) eine Frau ein Paar darauf abgebildet war?
Jedenfalls ist es (abgesehen vom ewig ausverkauften Wired) eins der einzigen Magazine, die ich lese. Und auch wenn es fast wie billige Werbung tönt, schwören einige Mitglieder der Kitsch Siblings auf den lockeren Lesestoff, welchen das Heft aus dem Stern-Verlag bietet.
Etwas ist mir nun ins Auge gestochen: Sie haben den Schriftzug geändert (das konnte wieder nur mir auffallen, natürlich)! Bzw. nur das “O”, abgesehen von der Stern-Logo-Verkleinerung. Meine Frage lautet nun: Was bringt Verlage drauf, solch fast unmerklichen Veränderungen auf einem doch wichtigen Designelement wie dem Schriftzug zu vollziehen? Hat jemand der Profis hier einen Hinweis?
Fotografischer Beweis hier unten:
Month after month I’ll almost have to feel ashamed for sneaking into the “Women’s Magazines” section of the local newspaper kiosk. I’d probably have much less eyes following me around in there if I were to buy a porn magazine. Anyways, can anyone of you understand how a magazine that’s writing about trying to cope with the life as an adult could be categorized as a Women’s mag? Is it because the first issue had a couple on it?
But the reason why I’m posting this is a different one. Why do magazines do that, changing their logo/headline thingie so slightly as seen in this example?
Any of you design zealots having a clue? Thx.
Da ich ursprünglich vor 4.5/3 Jahren nach – Downtown Switzerland Wir leben Zürich gezogen bin, hab ich relativ befremdet die ganze Szenerie für 1-2 Jährchen auf mich wirken lassen, bis ich mich dann schlussendlich ebenfalls ins Getümmel stürzte um eins der überaus begehrten Züritierchen zu werden.
Jetzt, nach erneuten 1-2 Jahren (Je nach Standpunkt, ich zähle meine Zeit in der Agglo Zürich auch irgendwie dazu. Es war schliesslich “Zeit, weit weg vom lieblichen St. Galler Rheintal verbracht”.) kratzte ich meine Liebsten zusammen, um der Gesellschaft schlecht gereimte Sprüchchen über das Leben, die Sitten, das Ausgehen, die Szenis, die Szeni-Wannabes und sonstige, andere Züritierchen unter die Nase zu reiben.
Dies wird eine Serie – um das Pulver nicht gleich beim ersten Mal zu verschiessen, nicht wahr.
Feedback bitte unten.
Mal sehen, ob das irgendjemand anderes auch lustig findet.
Viel Spass!
Die Kornhausbrücke für Junkies nicht zu überschreiten sei
Weil überm Wasser sie verwandelt würden, zu BleiBricht in der Stadt der Sommer aus
Kommen die Echsen, Alkis, Junkies rausTrifft die Stadt der jährliche Frost
Sucht ein jeder Szeni in dunklen Gefilden TrostGröhlt der Alki am Morgen im Bus
Werden Kopfwehtabletten später ein MussBei Valentino bezahlt sich’s gut
Damit man später wie ne Frau aussehen tutWenn die Höfe im 4 leuchten so blau
Setzt sich das Sugar wieder ab wie Tau
(Bitte mit einer Prise Ironie geniessen. Thx.
)
Scheinbar ist Zürichs “Kuchen” noch in dickem Nebel eingehüllt. Durchhalten! Auch für euch wird sie noch erstrahlen.
Apparently Zurich’s areas located in lower altitude still seem to be covered in thick fog. Hang in there, folks. The Sun will shine for you, too.
Warum um alles in der Welt lacht mir Tag für Tag auf der Plakatwand nahe meiner Tramhaltestelle ein Emu-Gesicht, gepappt über winterlicher Kulisse entgegen?
Was haben Emus mit den Elmer Sportbahnen genau zu tun?
Wieso wirbt ein Skigebiet mit einem australischen Nationaltier, wohlbemerkt während des australischen Sommers?
Wollen mir die roten Augen des Emus gekoppelt mit einem Bild eines Snowboarders eine gewisse vorurteilsbehaftete unterschwellige Botschaft mitteilen?
Fragen über Fragen, nur Werbefuzzis wissen die Antwort. Anyone?

Why in God’s name is there an emu face, photoshopped on a ski resort backdrop, grinning at me day by day right next to my tram stop?
What have emus with certain Swiss ski resorts in common?
Why is a Swiss ski resort advertising with an Australian animal, considering summer kicking in fully down under right now?
Do they want to deliver me a subliminal message of some sort by displaying a red eyed face in combination with a snowboarder?
Questions over questions, ladies and gentlemen. The answer lies within this campaign’s mighty art director. Anyone having an idea?
Die Zürcher Partykultur ist sehr vielfältig. Ein jedes gewilltes Menschlein findet früher oder später seinen kleinen Platz in den spärlich beleuchteten Partykellern dieser Stadt. Die Club-Dichte lässt andere Metropolen vor Neid erblassen, sogar aus unserem grossen nördlichen Nachbarkanton fahren regelmässig Partybusse nach Zürich, um ein erlebnisreiches Wochenende in den Katakomben des Zürcher Partylebens anzubieten.
Angebot & Nachfrage halten sich mehr oder weniger gut die Waage, es findet kaum eine Durchmischung der Zielgruppen statt, im grossen und ganzen lässt man sich gegenseitig in ruhe. Von Ausnahmen abgesehen, natürlich, aber Alkohol, Drogen & Testosteron ergeben sowieso in allen Lebenslagen eine explosive Mischung.
Dass ein jeder Zürcher Partygänger jedes Wochenende mehrmals auf seine Kosten kommt, haben wir der Entwicklung in den letzten 15-20 Jahren zu verdanken. Ehemals Durchgeknallte, die illegale Partys auf Parkplätzen schmissen, entwickelten sich zu Geschäftsführern von Ausgehlokalen, durch die man (tagsüber, wohlbemerkt) sogar die eigene Schwiegermutter führen könnte. Sofern es eine Klischee-Schwiegermutter ist, nicht eine lässige, die selbst wohlwollend der Züri-Szene eingestellt ist.
Durch dieses aus-der-Szene-Wachsen der Partyveranstalter entwickelte sich eine gute Stimmung. Alle waren happy, jeder feierte, bis es wieder hell (und sogar wieder dunkel) wurde, man hatte spass. Man ging aus, um spass zu haben – und jetzt kommt aber der springende Punkt: man ging aber auch aus, um unter sich zu sein.
Darin sehe ich grundsätzlich kein Problem, selbst ich gehe am liebsten mit meinen Liebsten feiern, man befindet sich ja nicht an einer Swinger-Party, wo fremde Menschen Hauptsache sind. Nein, wie oben erwähnt, geht man feiern um spass zu haben, und das kann man wohl oder übel nur am besten mit einem Umfeld, in welchem man sich aufgehoben fühlt.
Nun nimmt aber dieses Gedankengut langsam aber sicher seltsame Formen an, welche mir, der sich als grundsätzlich toleranten, offenen Menschen bezeichnet, mächtig gegen den Strich geht. Diese Entwicklung zeichnet sich als neue “Invite only”-Zweiklassengesellschaft ab.
Der Gedanke dahinter scheint, wie oben beschrieben, logisch. Man will nur die Leute um sich scharen, die man kennt, mit denen man schon unzählige Nächte durchgefeiert hat, die einem sympathisch sind. Was mich an der Umsetzung stört, ist dass ein Otto Normal, sofern er sich nicht durch gemeinsamen Drogenkonsum oder anderen Schlüpfrigkeiten in die Klasse der gehobenen Partygängern erhebt, keinen Ansatz an Chance hat, an diesen grundsätzlich sehr guten Nächten teilzunehmen.
Der Gedanke hört aber hier nicht auf, ich würde es verstehen, wenn zB ein SMS- oder Mail-Verteiler (oder sonst ein Verteiler, das Medium deiner Wahl verwendend) eingerichtet wird, so dass sich eine eingeschworene Clique im privaten Rahmen treffen und Spass haben kann, doch leider ist dem nicht so. In einschlägigen Clubs werden willkürlicherweise Einladungen zu solchen Veranstaltungen abgegeben, und dies mit einer verschwörerischen Art, dass es erschreckend anmutet. Mit diesem willkürlichen Auswahlverfahren wird meines Erachtens die “Familiärität” als Grund für den Ausschluss der Öffentlichkeit sofort aufgehoben. Genau diese Willkür und dieser Elitarismus sind meiner Meinung nach Stressfaktoren, und Stress gehört jetzt zuletzt in ein Wochenendprogramm.
Und es geht noch weiter (bzw. im Kreis), wenn ein Individuum durch glücklichen Zufall, und durch das Kennen der richtigen Personen einmal in den Genuss einer solchen Halbprivatveranstaltung kommt, dann keine Drogen konsumiert, oder sich nicht abends um 6 auf der Bar dem Geschlechtsverkehr frönend wiederfindet, wird er wieder mangels Coolness aus der Gilde ausgestossen. Womit wir wieder bei Drogen & Schlüpfrigkeiten wären.
Leider leider konnte ich diese Entwicklung seit ca. einem halben Jahr feststellen. Geheimniskrämerisch werden halbprivate Partys geschmissen, wenn man selbst nichts schmeisst, schmeisst einen der Elite-Konsens wieder aus dem Verteiler raus, und man darf sich von neuem anbiedern.
Und darauf, meine Lieben, habe ich keine Lust. Ich will mir nicht Gedanken machen, wie ich jetzt zum sagenumwobenen Flyer, SMS oder Bügelbild komme, um damit zum Kreis der erlesenen Restkultur zu gehören. Ich bin doch auch nur ein kleines, unschuldiges Zürcherli, welche mit seinen anderen kleinen und grösseren unschuldigen Zürcherli-Freunden eine gute Zeit haben will. Ist das ein Grund, der mich als potentiellen Partymacher ausschliesst? Ich behaupte nein.
Liebe Partyveranstalter von nah & fern, die ihr Unwesen in Zürich treibt. Spinnt doch den Gedanken weiter. Wenn ihr weiterhin inzestuöse Partys schmeisst, werden euch eure Freunde langsam wegsterben, so hart wie’s tönt. Verschliesst euch nicht vor potientell gutem Publikum. Auch Leute, die zufälligerweise nicht an eurem Zürisee-Barbecue & -Tanz im Juli 1993 dabei waren, können gas geben.
Wenn man ihnen eine Chance gibt.
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