Als ich mich letzte Woche mit dem 32er gen meiner Residenz zu Fallendbrunnen fuhr, fiel mir auf, dass die obligate Aussicht von der Kornhausbrücke ganz und gar anders ausfiel. Das Wasser in der Bade-Hälfte des Unteren Lettens fehlte gänzlich. Schnell stellte sich dank informierter Tagi-Leserschaft heraus, dass während nun scheinbar irgendwelche Rohre in der Limmat verlegt werden müssen, der rechte Flussteil dazu trockengelegt wurde, was für uns Normalsterbliche völlig neue Perspektiven eröffnet. Leider, wie sich heute herausstellte, eröffnet dieser Ausnahmezustand an der Zürcher Riviera auch völlig neue Geruchsdimensionen, die mich an überflutete Städte während des Hochwasserfrühlings 1999 erinnern.
Kloakenfeeling hin oder her. Einen Blick ist es auf jeden Fall wert. Und um dies für die Nachwelt festzuhalten, war die Kamera dankbar zur Stelle.
klick! 4x!
So they removed all the good stuff and left crap? That sucks. I bet you could sue them if this happened in the U.S.
Aber wir Schweizer (ja, ich bin jetzt offiziell Schweizerin!) sind ja eher friedliebend und werden den Gestank stumm leidend ertragen, bis zur nächsten Wahl / Abstimmung und DANN zeigen wir denen da oben was Sache ist! Jawohl!
Ah, wie Sie es immer schaffen, auch den eher unschönen Seiten Zürichs eine künstlerische Note zu verleihen. Obschon unschön ein etwas zu kräftiger Ausdruck ist, mag man doch auch die kaputten und schattigen Seiten dieser Stadt, nicht wahr?
Trotzdem bin ich froh, wurde die Geruchsfotografie noch nicht erfunden, wenn ich nun auch weiss, dass es durchaus gute Geruchsneutralisierer gibt, zum Beispiel Red Bull (inhaliert) oder auch Kettenrauchen. Am besten gleich beides.
Natürlich nahm man das als Schweizer nach aussen hin still zur Kenntnis, einige mögen es sogar, das hab ich gehört, ohne eine Miene zu verziehen der Kloake entlang zu joggen, oder setzen sich demonstrativ zu einem Bierchen an deren Rand.
Aber gut. Ausnahmezustände machen das Leben spannend.
lasst da wieder wasser rein- wie sieht denn das aus?! und da schwimm ich sonst “drin”…
Das Ganze hat gewisse Parallelen zur Kornhausbrücke in Bern