Bisher ging ich davon aus, dass ich recht gut mit technischen Gerätschaften zurecht komme. Oft wenden sich heute noch, reminiszent an simplere Zeiten, gute Freunde mit Problemen an mich. Portables Computing hat mich bisher ebensowenig aus der Bahn geworfen. Von zuviel Loc-Tite an den letzten Schrauben des PowerBook-Festplattengehäuses, was fast eine verschlissene Schraube bewirkt hätte, einmal abgesehen. Die Episode mit den mit viel zu wenig Schmackes eingesetzten Arbeitsspeicher-Riegeln an der Liebsten MacBooks lass ich jetzt ebenfalls dezent unter den Tisch fallen.
Nun hat aber anscheinend der Rückschlag der eigentlich noo-liebenden Technik begonnen. Derjenige der Notebooks in meinem Besitz, um zu präzisieren.
Angefangen hat’s vor ein paar Monaten. Nachdem das Netzteil meines PowerMacs das Zeitliche gesegnet hatte, wandelte ich graduell mein privates Notebook, mittels Anschliessens an den LCD, in meine - ähem - Workstation um. Da begann mein Monitor, völlig entzückt ob den sinnigen Signalen, die aus dem Mini-DVI-Port meines Kraftbüchleins kommen, sich bei jedem Aufstarten noch eine kleine Pause zu gönnen. Diese Pause wird jeweils mit hübschen Farbverläufen und psychedelischen Bildschmelz-Effekten untermalt. Das Einschalten und abwarten, bis sich der Monitor nach einer längeren Ruhepause “aufgewärmt” (ich kann mir’s nur so erklären, nach einigen Minuten funktioniert’s tadellos) hat gehört schon zur Morgen- und Abend-Routine. Oder wann auch immer ich den Laptop in den Ruhezustand versetze.
Ebendieses Notebook begann dann auch plötzlich zu vergessen, wie das Klicken einer extern angeschlossenen Maus funktioniert. Die einzige Methode den gewollten Urzustand wiederherzustellen, ist ein sachtes Aufklappen des Monitors und anschliessendes, durch den geöffneten Zustand ermöglichtes Klicken des Touchpad-”Maus”-Knopfes.
Im Klartext: Ich muss meinem PowerBook das Klicken mit der Maus beibringen! Wo gibt’s den so was?
Es kommt aber noch besser.
Nachdem ich bei der Arbeit für 4 Wochen in einem internen Business-Support-Projekt involviert war und deswegen Büroräumlichkeiten gewechselt hatte, wollte mein Geschäftsnotebook nach meiner Rückkehr im “Home”-Büro plötzlich kein gerades Bild mehr produzieren.
Heisst: das Bild war horizontal in der Mitte aufgeteilt, die relative obere und untere Hälfte so verschoben, wie wenn man das gesamte Monitorbild von unten einen Schubs gegeben hätte, und der Rest des Bildes, nun im leeren Raum, wieder von unten ins Bild kommt. Wer schon einmal Bernd dem Brot zugeschaut hat, wie er von links nach rechts immer wieder durchs Bild rennt, und einfach nicht entkommen kann, weiss, wovon ich spreche/schreibe.
Diesen Zustand habe ich die letzten 3 Tage toleriert. Angesichts einer drohenden Projektpräsentation wollte ich doch schauen, ob ich es eigenhändig schaffen würde, eine funktionierende Darstellung wieder herzustellen. Da fiel mir ein, dass das gleiche Verhalten schon mal beim Home-Office-Betreiben aufgetreten war und magischerweise durch ein Anstecken eines externen Monitors an den entsprechenden Port am Geschäftsnotebook behoben werden konnte.
Also Laptop aus der Docking-Station genommen, externen Monitor direkt angehängt und voilà. Unverfälschtes, glasklares Bild.
Auch hier, im Klartext: Der Zustand eines total verschobenen Bildes wird durch direktes Anhängen eines externen Monitors wieder aufgehoben. Ich muss dem Notebook-Monitor das Funktionieren wieder beibringen!
Ich habe selten so etwas willkürliches erlebt. Durch offenbar kausal völlig unzusammenhängende Tätigkeiten, wird Maschinen wieder das Funktionieren beigebracht. Das ist wie, wenn mein Handy nur funktionieren würde, wenn ich dabei Wasabinüsschen am Essen wäre.
So Random.
Wenn jemand weiterführende Hinweise zur Klärung dieser grossen Enigmen des täglichen Lebens hätte, ich wäre Froh um Ratschlag.
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